AD(H)S

ADHS Format

WAS ist AD(H)S?

Die Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitätsstörung, kurz ADHS, ist gekennzeichnet durch Unaufmerksamkeit, Impulsivität und Hyperaktivität. Kinder mit ADHS zeigen einen Mangel an Ausdauer bei fremdbestimmten Beschäftigungen, den raschen Wechsel von einer Tätigkeit zur nächsten sowie eine disregulierte, überschießende motorische Aktivität.

Kinder mit einer Aufmerksamkeitsstörung ohne Hyperaktivität, kurz ADS, sind gewöhnlich ruhig, wirken verträumt und in ihren Gedanken versunken.

 

WELCHE Anzeichen gibt es?

 

... bei ADHS:

Unaufmerksamkeit:

  • Das Kind ist unaufmerksam bei Details, macht z.B. viele Flüchtigkeitsfehler
  • Es lässt sich durch äußere Reize leicht ablenken
  • Das Kind ist bei Alltagstätigkeiten oft vergesslich und
  • hat häufig Schwierigkeiten, Aufgaben und Aktivitäten zu organisieren
  • Das Kind hat Probleme damit, die Aufmerksamkeit vor allem bei fremdbestimmten Aufgaben aufrecht zu erhalten und
  • verliert häufig Gegenstände, welche für bestimmte Aufgaben benötigt werden (z.B. Schulmaterialen)

 

Hyperaktivität:

  • Das Kind „zappelt“ häufig mit Händen und Füßen und
  • rutscht auf dem Stuhl herum
  • Es steht oft von seinem/ihrem Platz auf, in Situationen wo Sitzenbleiben erwartet wird bzw.
  • läuft häufig herum, klettert exzessiv in unpassenden Situationen und
  • ist häufig „auf Achse“, bzw. wirkt teilweise wie „getrieben“

 

Impulsivität:

  • Das Kind kann nicht abwarten, bis er/sie an der Reihe ist (zum Beispiel beim Spielen oder Gruppensituationen) und
  • platzt mit Antworten heraus.
  • Es unterbricht und stört andere häufig und
  • ist auffallend ungeduldig
  • Das Kind redet übermäßig viel ohne dabei angemessen auf soziale Beschränkungen zu reagieren

 

... bei ADS:

  • Das Kind wirkt v. a. bei fremdbestimmten Aufgaben unkonzentriert und
  • leicht ablenkbar,
  • Es wirkt in sich gekehrt, verträumt, reagiert verzögert und
  • kann sich oft bei zwei Handlungsalternativen nicht entscheiden.
  • Das Kind ist leicht gekränkt, zeigt Unsicherheite oder Ängste bzw.
  • verhält es sich oft angepasst und will nicht auffallen.

 

Zusätzlich zu diesen Hauptsymptomen kommen bei Kindern und Jugendlichen mit Aufmerksamkeitsstörungen häufig vor:

  • Schulische Leistungsprobleme (obwohl diese nicht auf die Intelligenz zurückgeführt werden können)
  • aggressives und oppositionelles Verhalten
  • Schwierigkeiten im sozialen Kontakt mit anderen Kindern, Unbeliebtheit
  • Meist konfliktbehaftete und schwierige Hausübungssituation für das Kind und die Eltern
  • geringer Selbstwert

WAS bieten wir?

 

Diagnostik

Um AD(H)S zu diagnostizieren ist eine genaue und umfassende klinisch-psychologische Diagnostik angeraten. Dabei wird der Entwicklungstand oder die Intelligenz, als auch die Konzentrations- und Aufmerksamkeitsfähigkeit des Kindes oder Jugendlichen erfasst. Es können auch einzelne Fähigkeiten des Schreibens, Lesens und Rechnens überprüft werden. Ergänzend liefern die Eindrücke und Beobachtungen von Eltern, Erziehern und Lehrern wichtige Informationen. Diese können mittels Fragebögen oder im Austausch mit den jeweiligen Personen eingeholt werden. Wichtig ist auch ein differentialdiagnotisches Vorgehen, um mögliche andere verursachende Störungen oder Begleiterscheinungen nicht zu übersehen. Nähere Infos finden Sie hier.

 

Psychologische Therapie

Die Behandlung von AD(H)S wird nach einem multimodalen Ansatz aufgebaut. Dies bedeutet, dass mehrere Personen (Eltern, Lehrer, andere Berufsgruppen wie Ärzte etc.) in den Prozess einbezogen werden, als auch verschiedene Methoden zum Einsatz kommen.

Zu Beginn der psychologischen Therapie findet eine Aufklärung / Beratung zu AD(H)S mit den Eltern und mit dem Kind statt. Bei AD(H)S sollte das ganze Umfeld des Kindes miteinbezogen werden, um es bestmöglich unterstützen zu können.

Ziel der Einzeltherapie mit dem Kind ist es die Konzentrations-und Lernfähigkeit zu verbessern, und es beim Umgang mit der eigenen Symptomatik zu unterstützen. Mithilfe von Selbstinstruktions- und Selbstmanagementtrainings kann das Kind lernen sein impulsives Denken und Handeln besser zu kontrollieren. Zur Verbesserung der Aufmerksamkeit können Konzentrationsspiele und –trainings eingesetzt werden.

Auch die Stärkung des Selbstwerts und das Erkennen sowie Einsetzen eigener Potentiale wird schrittweise gelernt und im Alltag umgesetzt.

Eine Verbindung der psychologischen Therapie mit Sensorischer Integration stellt hierbei eine sinnvolle Ergänzung dar.

 

Soziales Kompetenztraining

Da Kinder mit AD(H)S oft Schwierigkeiten im Umgang mit anderen Kindern haben, lernen sie im Gruppenverband alltägliche soziale Regeln anzuwenden, auf andere Rücksicht zu nehmen, die eigenen Impulse zu kontrollieren und Sichtweisen anderer Kinder miteinzubeziehen.

Infos, Anmeldung, Termine und den Start der nächsten Gruppe finden Sie hier.

 

Elternberatung:

Das Familienleben mit einem Kind oder Jugendlichen mit AD(H)S wird von den Eltern oft als sehr belastend und herausfordernd beschrieben. Neben der Aufklärung (Psychoedukation) zu AD(H)S können in der Elternberatung gezielte Interventionen und Lösungen für schwierige und herausfordernde Situationen (z.B. die Hausaufgabensituation) erarbeitet werden. Ziel ist es, die ganze Familie und wichtige Bezugspersonen bei diesem Prozess zu unterstützen und zu entlasten.

Eine klinisch-psychologische Behandlung des Kindes in Kombination mit Elternberatung ist bei AD(H)S optimal.

 

WER sind meine Ansprechpersonen?

Amélie Bonnin, MSc.
T: +43 650 6560545
E: amelie.bonnin@paepsy.at

Mag.a Yvonne Laminger
T: +43 699 11324683
E: yvonne.laminger@paepsy.at

Wir freuen uns darauf Sie und Ihr Kind kennen zu lernen!

Wir kommen auch gerne in Ihren Kindergarten / in Ihre Schule!

Individuelle Terminvereinbarung jederzeit möglich!